Neurjahrsmarathon Zürich 2015

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Einen tollen und außergewöhnlichen Marathon zum Neujahrsbeginn 2015 habe ich gemeistert. Am 01.01.2015 pünktlich um 00:00 Uhr mit Schwung in das neue Jahr laufen. Frischer Schnee, kalte Luft, jahresbedingte Dunkelheit, gute Laune, motivierte Sportler, super Organisation, damit kann das neue Jahr beginnen.

Wie war der Marathon?

Zusammengefasst: Es war genial!
Im Nachhinein fällt die Bewertung natürlich etwas einfacher. Die Schmerzen sind vergessen, der Stolz bleibt. Es war einer meiner härtesten Läufe. Die erste Hälfte der 42 Kilometer ging noch recht locker. Das Feld hat sich schnell auseinandergezogen, sodass man nach 10-15 Kilometern meistens alleine auf dem Rundkurs unterwegs war. Aufgrund des Nebels war die Sicht auf teilweise 2 Meter beschränkt, da half mir auch die Stirnlampe nicht. Das eiskalte Wetter hat mir ab der zweiten Hälfte gut zugesetzt. Der Schnee war plattgelaufen und die Kälte hat den Boden gefrieren lassen. Es war also streckenweise äußerst glatt und hat einige Läufer zum Stürzen gebracht. Nach längerer Zeit in der Kälte nimmt die Kraft ab, die Aufmerksamkeit ist nicht mehr so scharf, da habe ich entschlossen deutlich langsamer zu machen – ich wollte nicht auf den vereisten Boden knallen. Es gab eine Stelle da ging es ca. 3-4 Meter etwas steiler hoch, hier war es so rutschig, dass ich mich zur Unterstützung in der letzten Runde an einem Markierungsband hochgezogen habe.
Es ist ein ganz außergewöhnlicher Marathon – zum einen die Zeit (01.01, 00:00 Uhr) und zum anderen die kalten Temperaturen (gefühlte Temperatur – 8,9°C). Am Ende zählt das Ergebnis, und dieses ist super. Es war ein gelungener und motivierender Jahresstart für mich.

Wie viele Verpflegungsstellen gab es?

Es gab in jeder Runde zwei Verpflegungsstellen mit warmen ISO-Getränk und Wasser – also alle 5 Kilometer die Möglichkeit zu trinken. Zum Ende hin gab es auch nochmal ein Energieriegel.

Wie sieht die Strecke aus?

4 Runden und jede Runde geht es durch die Turnhalle. In der Turnhalle ist auch Start und Ziel.

Neujahrsmarathon Strecke

Wie war die Organisation?

Von Anfang bis zum Ende war alles super organisiert. Die Anmeldung bzw. Nachmeldung über das Internet hat problemlos funktioniert. Der Beitrag von rund 85 Euro ist für diese besondere Veranstaltung vollkommen akzeptabel. An der Turnhalle angekommen wurde mir ein Parkplatz in Laufnähe zur Turnhalle zugewiesen. In der Halle angekommen hatte ich nach 5 Minuten meine Startnummer und alle notwendigen Infos zur Veranstaltung. Wertsachen könnte man an einer speziellen Station abgeben, die die Kleidertasche konnte man nur an ungesicherten Plätzen (Umkleideraum, Tribüne) abstellen. In der Schweiz habe ich allerdings keine große Angst um meiner Sachen, daher war alles gut. In der Turnhalle wurden verschiedene warme Speisen (Nudeln, Suppe etc.) angeboten, auch ein Stand mit Kuchen war vorhanden, Kaltgetränke und Kaffee gab es natürlich auch. Der Schokokuchen mit Kirschen war echt genial ;)) Man konnte in Schweizer Franken und in Euro die Bewirtung bezahlen.

Welche Ausrüstung hatte ich?

Wie bei jedem Marathon stellt sich auch hier die Frage nach der richtigen Kleidung. Nicht zu warm, nicht zu kalt soll es sein. Im Winter, um Mitternacht, da kann viel passieren. Erfahrung, bis auf einen Dämmermarathon in Marburg, hatte ich mit diesen Läufen nicht. Beim nächsten mal werde ich mich etwas wärmer einpacken – aber dann kann es wieder zu warm sein.

Ausrüstung Nachtmarathon

 

 

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Showing 10 comments
  • Werner Leippold
    Antworten

    Kompliment. Eine super Leistung. Das macht Mut auf MEHR in 2015.

    • yannick
      Antworten

      Danke. 2015 kommt noch einiges 🙂

      • Luba
        Antworten

        Fantastic show of energy & courage! Looking forward to your next marathons!

  • Gabriela Brandes
    Antworten

    Dein Bericht gibt genau die Eindrücke wieder was ich vor und während des Laufes erlebt habe, danke für diesen schönen Artikel und Dank an den Veranstalter, der es möglich macht, Silvester auf diese Art zu verbringen und das Neue Jahr so zu feiern

  • Ingmar
    Antworten

    Es war mein 58. marathon, und gleichzeitig der intensivste.
    Ein riesenkompliment an die organisation, die mich perfekt unterstützt hat , auch mental. Der marathon bleibt unvergessen

    • yannick
      Antworten

      58 Marathons. Das ist eine Leistung. Klasse!

  • Britta
    Antworten

    Super Start ins neue Jahr!!

  • Bachmann Hermann (mändu)
    Antworten

    Startnummer 1019 . Ganz guter Bericht. Mir ist es auch etwa so ergangen , in meiner Kat. 3 Rang und einfach aus dem Rollentraining , denn meine Sportart ist Radfahren (Ultracycling ) alles was nicht normal ist. Aber auch laufen macht Spass , 21 mal den Alpine Marathon in Davos und 3mal 100km von Biel , kann ich nur empfehlen , auch Nachts der Start , super schön in den Tag zu laufen und zu erleben wie die Vogelwelt erwacht. Wünsche gute Laufsaison .

  • Thomas Winkler
    Antworten

    Toller Bericht.Habe es sehr ähnlich erlebt.
    Gratulation an alle Marathonis die das Ziel erreichten bei diesen schwierigen Bedingungen!!!

    • yannick
      Antworten

      Danke. Ich denke noch immer gerne zurück. Der Lauf prägt.

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